Reych 323 AN DER SIEG (Siegen,Westfalen)

gegründet am 10.11.a.u.92 (1951)

 

Am 27. des Herbstmonds [September] a.u.91 (1950) planten die Ritter Ganymed, der Betriebsame, und Curtius, der Moldauschiffer, aus dem hohen Reyche ‚Ob der Dill‘ im uhufinsteren Siegen, dem Land des Eisens, Uhu ein Nest zu bauen. Bei der ersten Zusammenkunft im Hotel ‚Huthsteiner‘ wurde in Anwesenheit von sechs Gästen der Entschluss gefasst, ein Feldlager zu gründen. Zehn Uhubegeisterte fanden sich am 11. des Lethemonds [Oktober] a.u. 91 (1950) ein. Diesem Feldlager gehörten am 30. des Ostermonds [April] a. u. 92 (1951) bereits 24 Sassen und die beiden Gründungsritter an.

Durch die Begeisterung der Gründungsritter und die große Unterstützung durch das Mutterreych „Ob der Dill“ wurde es erreicht, dass der Deutsche Schlaraffenrat am 10.11. a.u. 92 (1951) die Gründungsbewilligung zur Colonie An der Sieg unter der Nr. 323 ausgefertigt hat.

Das Mutterreych zelebrierte die Colonieerhebung in feierlicher Form im Kupersaal (!) des Hotels ‚Kaisergarten‘ . Die Stammrolle der Colonie umfasste außer den acht Würdenträgern bereits 24 sesshafte Ritter und 4 Junker. …

Am 10. des Lethemonds a.u. 94 (1953) wurde es durch Beschluss des hohendeutschen Schlaraffenrates ermöglicht, dass die Sanktionierung der Colonie zum Reych erfolgte. Die echt schlaraffische Feierstunde, die Erhebung zum Reych An der Sieg lag in den Händen … Hkt. Juppiter des hohen Reyches Castrum Bonnenese und wird allen Schlaraffen, die sie miterleben konnten, und den profanen Gästen in steter Erinnerung bleiben. (1) In den folgenden Jahren nahm die Entwicklung des jungen Reyches einen recht erfreulichen Verlauf, der jedoch in der Folgezeit mehrfach durch die Sorge um den Besitzeiner bleibenden Burg getrübt wurde. Als das Hotel Huthsteiner der Stadt-planung zum Opfer fiel und das Reych dadurch seinen langjährigen Hort verlor, konnte es durch die Vermittlung des Rt Hau-Ruck a.U. 106 zunächst für 6 Jahrungen eine neue Burg im Ziegelwerk Hubert KG beziehen. In diese Zeit fiel auch das 20. Stiftungsfest, das im Lenzmond [März] a.U. 113 im Haus der Siegerländer Wirtschaft festlich begangen wurde.

In der gleichen Jahrung musste sich das Reych erneut auf die Suche nach einer bleibenden Statt begeben. Verhandlungen mit der Loge ‚Zu den drei eisernen Bergen‘ hatten schließlich Erfolg, so dass in deren Haus am Wellersberg seit a.U. 113/114 gesippt werden konnte.

Im Lenzmond a.U. 118 fand … die Feyer des 25. Stiftungsfestes unter Teilnahme zahlloser Freunde aus vielen Gemarkungen des Uhuversums statt.

A.U. 119 saß das Reych wieder auf der Straße, da das alte Haus der Loge einem neuen Gebäude weichen musste. Durch Initiative des Rt Kulturello konnte das kleine Theater ‚Lohkasten‘ für zwei Jahrungen als Sippungsstätte genutzt werden. Als sich auch diese Möglichkeit zerschlug, die zudem mit erheblichen Unbequemlichkeiten verbunden war, mietete das Reych für die Jahrung a.U. 121/122 als Interimslösung einen Raum in der Bismarkhalle an.

Nach langer Suche fand An der Sieg a.U. 122 endlich eine feste Burg auf lange Sicht im Haus des DRK Siegen-Mitte zu Füßen des altehrwürdigen Oberen Schlosses. Seit a.U. 120 finden die Ritterschläge des Reyches in der hervorragend restaurierten mittelalterlichen Höhenwasserburg Hainchen statt. …

Das Reych zählte a.U. 123 insgesamt 39 sesshafte Sassen: 13 Freunde haben seit a.U. 100 den Ritt in die lichten Gefilde Ahalls antreten müssen. (2) Mit der neuen Burg trat offensichtlich Ruhe ein. Auch wenn wegen Umbauarbeiten die Ritterschläge nicht mehr in der Burg Hainchen möglich waren, tat dies dem schlaraffischen Leben offensichtlich keinen Abbruch. In den Aufzeichnungen der folgenden 25 Jahrungen wird vom ‚Fest ohne Anlass“; von Turneyen um die ‚Krönchen-Kette, um den ‚Mäckes- Kessel‘ und den ‚LSD-Turneyen‘ berichtet. Man feierte die 1000. Sippung und a.U. 132 das vierzigste sowie a.U. 142 das glänzende fünfzigste Stiftungsfest. Es wird von einer Sippung mit dem Thema ‚Kulinarisches in Theorie und Praxis‘, die sich bis weit nach Mitternacht hinzog, berichtet sowie von der Aufzeichnung einer Sippung durch Radio Siegen.

(3) A.U. 143 proklamierte das Reych Peter Paul Rubens zum Ehrenschlaraffen ‚Malerfürst‘. Der Lenzmond 145 sah die Sassen der Truymannia sowie der Bochumensis sich gewappnet zur Reychsfehde gegenüberzustehen. Ausrichtendes Reych war An der Sieg, das 368 Sassen aus 39 Reychen in der Festburg ‚Siegerlandhalle‘ begrüßen konnte.

Es fanden im Berichtszeitraum immer wieder Sommerausritte (mit Burgfrauen) statt, die die Sassen in die unterschiedlichsten Gemarkungen führten.

(4) A.U. 150 gehörten 31 Ritter, 1 fahrender Ritter, 4 Junker und 2 Knappen dem Reych An der Sieg an.

 

 

Anmerkung: Die Chronik Allschlaraffias wir alle 25 Jahre fortgeschrieben. Die nächste Fortschreibung erscheint a.U. 175.

 

(1) Chronik des Verbandes Allschlaraffia Bd II, S. 584 f

(2) Chronik des Verbandes Allschlaraffia Bd III; S. 428 f

(3) Diese Ausführungen stützen sich auf die Chronik Allschlaraffias Bd IV; S. 394

(4) Zitiert nach dem a.a.O.